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Unsere Arbeitsschwerpunkte

Attac Dresden hat sich im Laufe seines über 20jährigen Bestehens schon verschiedenen Schwerpunkten gewidmet. Dabei stand und steht die Kritik an der neoliberalen Form der Globalisierung im Mittelpunkt.

Attac Dresden ist Mitglied im

Es gibt eine Arbeitsgruppe - die AG Visionen.

Zur Zeit hat unsere Gruppe vier Arbeitsschwerpunkte:

Eine andere Welt ist möglich und bitter nötig

Eine soziale und ökologische Transformation macht eine Abwicklung der neoliberalen Wirtschaftsordnung nötig. Die Rückkehr zum abgeschotteten Nationalstaat ist keine Alternative. Es braucht internationale Zusammenarbeit zur Lösung der Menschheitsprobleme wie Naturzerstörung, Menschenrechtsverletzung und Krieg.
Die zunehmende soziale Ungleichheit und fortschreitende Naturzerstörung führen dazu, dass die bestehenden Wirtschaftsweisen weltweit infrage gestellt werden. Eine demokratische und gerechte Globalisierung jenseits der kapitalistischen Profit- und Wachstumslogik ist nötig, um der Klimakrise zu begegnen und ein gutes Leben für alle zu ermöglichen.
Menschen streiten auch in Attac mit Protesten, Streiks und Aktionen zivilen Ungehorsams für einen gerechten Welthandel, für Klimagerechtigkeit und gleiche Rechte für alle. Sie wehren sich gegen koloniale Kontinuitäten, soziale Ungleichheit, Ausbeutung, Krieg und geschlechtsspezifische Unterdrückung. Attac ist ein Teil dieser Bewegungen und kämpft für globale soziale Rechte für alle statt Reichtum für wenige: für eine gerechte Globalisierung von unten.

Tax the rich

Attac, Oxfam, das Netzwerk Steuergerechtigkeit, Gemeingut in BürgerInnenhand, die Bürgerbewegung Finanzwende und weitere gesellschaftliche Organisationen setzen sich intensiv für eine gerechte Besteuerung ein. Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich die Erhebung einer Vermögenssteuer, da es offensichtlich geworden ist, dass der Reichtum in Deutschland exorbitant ungleich verteilt ist und oft mit einem schädlichen Einfluss auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft einhergeht. Überreiche (darunter verstehen wir Multimillionäre und Milliardäre) zahlen im Verhältnis meist viel weniger Steuern als die meisten von uns. Das gelingt ihnen vor allem durch Lobbyarbeit, Parteispenden, direkten Zugang zu politischen Entscheidungsträgern und durch ihre Möglichkeiten, interessengeleitete Informationen breit zu streuen. Auf diese Weise werden der Gesellschaft finanzielle Mittel vorenthalten, die für die öffentliche Infrastruktur fehlen oder zur finanziellen Entlastung der weniger privilegierten Bevölkerungsmehrheit eingesetzt werden können. Attac hat unter der Losung “Tax the Rich” zusammen mit anderen eine breite Bewegung ins Leben gerufen, die sich für Umverteilung und eine gerechtere Steuerpolitik stark macht. Für diese Bewegung setzt sich die Dresdner Attac-Gruppe aktiv ein und versucht über die Mythen aufzuklären, mit denen die Superreichen ihre Privilegien sichern.

www.attac.de/kampagnen/tax-the-rich/kampagne-tax-the-rich

Postwachstum

Als “Postwachstumsökonomie“” wird eine Wirtschaft bezeichnet, die ohne Wachstum des Bruttoinlandsprodukts über stabile, wenngleich mit einem vergleichsweise reduzierten Konsumniveau einhergehende Versorgungsstrukturen verfügt. Die Postwachstumsökonomie grenzt sich von landläufigen, auf Konformität zielenden Nachhaltigkeitsvisionen wie “qualitatives”, “nachhaltiges”, “grünes”“, “dematerialisiertes” oder “dekarbonisiertes” Wachstum ab. Den vielen Versuchen, weiteres Wachstum der in Geld gemessenen Wertschöpfung dadurch zu rechtfertigen, dass deren ökologische “Entkopplung” kraft technischer Innovationen möglich sei, wird somit eine Absage erteilt.

Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet einen Kulturwandel rund um die Fragen “Was brauche ich, was macht glücklich?” In einer solidarischen Lebensweise mit einer Kultur des Genug kann ein Weniger an materiellen Gütern durch ein Mehr an Zeit und gesellschaftlicher Teilhabe aufgefangen werden. Diese Transformation zu einer sozial-ökologischen Lebensweise muss demokratisch organisiert sein. Hieran können die Menschen auch nur teilhaben, wenn sie sich nicht zwischen der Sorge um das Ende der Welt und der Sorge um das Ende des Monats entscheiden müssen. Dazu braucht es eine Grundsicherung für alle, eine Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich, Alternativen beim Wegfall von Arbeitsplätzen und den Ausbau von Gemeingütern.

Friedensfähig statt erstschlagsfähig

Attac lehnt Krieg als Mittel zur Lösung von Konflikten ab. Wir setzen uns für eine friedliche und solidarische Gestaltung der Globalisierung ein. 
Das Ziel der Menschheit muss eine Welt ohne Krieg und Gewalt sein. Auch wenn sich die Welt in den letzten Jahren eher von diesem Ziel entfernt hat, dürfen wir diese Vision nie aus dem Blick verlieren. Egal, welchen der gegenwärtigen Kriege man betrachtet: Nur Verhandlungen werden die Waffen zum Schweigen bringen können.
Diplomatie muss wieder einen höheren Stellenwert bekommen –- auch wenn dies in der aktuellen Zeit nicht einfach ist. Langfristig werden nur internationale Abrüstungsverträge mehr Sicherheit für alle bringen können. Daher muss der aktuell von vielen Staaten -– auch von Deutschland -– beschrittene politische Konfrontationskurs der Unterstützung von Krieg durch Waffenlieferungen und Finanzierung von Kriegsparteien dringend geändert werden: Statt die Gesellschaft “kriegstüchtig” zu machen, braucht es eine Zeitenwende hin zur Friedensfähigkeit. Wir setzen uns für mehr zivile Konfliktbearbeitung ein. Außerdem müssen mehr finanzielle Mittel zur Entwicklung Sozialer Verteidigung fließen. Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Wir sind daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten!
 

Termine für die Arbeitstreffen von Attac Dresden

Wir treffen uns am 2. und 4. Donnerstag im Monat.
Ort: ÖIZ Dresden, Kreuzstraße 7, 4. Etage, Raum Sophia
Beginn: 18 Uhr

Wir diskutieren aktuelle Ereignisse, planen und bereiten die nächsten Veranstaltungen und Aktionen vor. Hin und wieder gibt es kurze Vorträge (ca. 20min) von Mitgliedern der Regionalgruppe mit anschließender Diskussion.

Entscheidungsfindung:

Wir streben an, Entscheidungen im Konsens zu treffen. Und zwar in dem Sinn, dass am Ende des Entscheidungsprozesses alle Betroffenen diese Entscheidung mittragen können. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil Attac ein breites Bündnis ist, in dem sich Aktive aus den unterschiedlichsten politischen und gesellschaftlichen Ecken wieder finden: Aktive aus linken Gruppen, Umweltinteressierte, kirchlich Orientierte, junge und ältere Menschen, politisch Erfahrene und Neulinge.

AG Visionen

nach Absprache an einem Donnerstag oder Freitag, 19:00 Uhr
Ort: Dresden, ÖIZ, Kreuzstraße 7, 4. Etage
siehe auch im Wiki: AG Visionen