Einladung zur Kundgebung am 22.1.26 um 16 Uhr am Neumarkt, Südseite/Kleine Kirchgasse (siehe https://www.omasgegenrechts-dresden.de/index.php/termine/mahnwache-fuer-frieden-gegen-krieg-und-gewalt-ueberall-17) zum 5-jährigen Bestehen des Atomwaffenverbotsvertrags
Attac Dresden lädt gemeinsam mit weiteren Dresdner zivilgesellschaftlichen Akteur:innen dazu ein, am 22.1.26 den 5. Jahrestag des Inkrafttretens des Atomwaffenverbotsvertrags zu begehen. Wir wollen damit an die durch den Einsatz von Atomwaffen drohenden Gefahren erinnern.
Am 22. Januar 2021 war es endlich soweit: nach Jahren der intensiven Kampagnenarbeit trat der UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen (AVV) in Kraft! Der Vertrag verbietet den Mitgliedstaaten, Atomwaffen zu testen, zu entwickeln, zu produzieren oder zu besitzen. Außerdem sind die Weitergabe, die Lagerung und der Einsatz sowie die Drohung des Einsatzes verboten. Weltweit existieren 12.241 nukleare Sprengköpfe; etwa 2.100 davon stehen auf ballistischen Raketen für einen sofortigen Einsatz bereit (Stand: Januar 2025, Quelle: SIPRI). Der größte Teil der Atomwaffen befindet sich im Besitz Russlands (5.580) und der USA (5.044). Außerdem verfügen China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea über eigene nukleare Arsenale. Zur Einordnung: Expert:innen gehen davon aus, dass der Einsatz von 1.000 Atomwaffen das sichere Ende der Menschheit bedeuten und unseren Planeten unbewohnbar machen würde.
Heute, fünf Jahre später, unterstützen 99 Staaten den Vertrag: eine Mehrheit aller Staaten der Erde! Sie unterstreichen damit die Notwendigkeit, Atomwaffen - genau wie alle anderen Massenvernichtungswaffen - völkerrechtlich zu ächten.
Dresden ist, wie mehr als 900 Städte in Deutschland - Mitglied der weltweit tätigen Bürgermeisterinitiative "Mayors for Peace", die sich für die Abschaffung von Atomwaffen einsetzt. Wir wollen die Verantwortlichen in unserer Stadt auffordern, in dieser Hinsicht aktiver zu werden.