Vortrag und Diskussion zu Binding Treaty am 10.11.18, 11 Uhr im Ökumenischen Informationszentrum Dresden, Kreuzstraße 7, 01067 Dresden, 4. Etage, Raum Sophia

Ob Lebensmittel, Kleidung oder Kohlestrom: Am Beginn der globalen Produktions- und Lieferketten stehen oft Menschenrechtsvergehen. Unternehmensgewinne speisen sich häufig aus menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, Ausbeutung und Sklaverei, Umweltzerstörung und Landraub bis hin zu Vergewaltigungen, Folter, Mord und Kriegsverbrechen. Von rechtlichen oder wirtschaftlichen Konsequenzen für die Auftraggeber, unter anderem deutsche und in Deutschland agierende Großkonzerne, keine Spur – weder am Ort des Geschehens, noch hierzulande.

Bei den Vereinten Nationen (UN) wird darum derzeit ein verbindliches Abkommen (Binding Treaty) erarbeitet, das Unternehmen weltweit zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichten soll. Doch die EU und insbesondere Deutschland blockieren die Verhandlungen der zuständigen UN-Arbeitsgruppe. Andere Industrieländer, wie die USA und Kanada, verweigern ganz die Teilnahme.

Unter dem Motto „Menschenrechte vor Profit“ setzt sich das globalisierungskritische Netzwerk Attac zusammen mit Medico International und weiteren Bündnispartnern für einen starken UN-Vertrag ein. Der Politikwissenschaftler, Autor und Verleger Dr. Thomas Köller von Attac wird die Kampagne vorstellen und erläutern, wie ein starker UN-Menschenrechtsvertrag dazu beitragen könnte, die internationalen Handelsbeziehungen menschenwürdiger und gerechter zu gestalten.

Filmabend im Volkshaus Dresden, Schützenplatz 14, 01067 Dresden, Jugendraum der IG Metall Dresden im Hof des Hauptgebäudes, Rückseite des Gebäudes, letzter Eingang

Donnerstag, 04.10.2018, Beginn 18 Uhr, Eintritt frei

Film
Wir sind jung. Wir sind stark.
ein Film von Burhan Qurbani, 2015
Rostock-Lichtenhagen 1992. In einer verödeten Wohnsiedlung hängen die Jugendlichen tagsüber gelangweilt herum und harren der Nächte, um gegen Polizei und Ausländer zu randalieren. Auch Stefan, der Sohn eines Lokalpolitikers, streift mit seiner Clique ziellos durch die Gegend. Ohne Job und eine Aufgabe finden die Freunde immer nur sich selbst als Ziel kleinerer und großer Grausamkeiten.
Auch Lien lebt mit ihrem Bruder und ihrer Schwägerin in der Siedlung, im sogenannten Sonnenblumenhaus, das von Vietnamesen bewohnt wird. Sie glaubt in Deutschland eine Heimat gefunden zu haben und will auch nach der Wende bleiben. Ihr Bruder dagegen plant die Rückkehr, weil er vor dem Hintergrund der wachsenden Anfeindungen um die Zukunft seiner Familie fürchtet.
Es ist der 24. August als die Geschichten dieser Menschen zusammentreffen: Der Mob hat sich vor dem Sonnenblumenhaus versammelt. Auch Stefan, Robbie und die anderen sind unter den Randalierern. Die Krawalle eskalieren und schließlich wirft einer den ersten Molotow-Cocktail ins Haus. Die tatenlos zuschauende Menge klatscht Beifall. Am Ende dieses Tages wird sich für viele das Leben geändert haben. Dabei eint sie alle die Sehnsucht nach einer Heimat, nach Liebe und einer Alternative im Leben; nach der Möglichkeit den eigenen kleinen Traum vom Glücklichsein verwirklichen zu können …
Wie immer besteht nach dem Film die Möglichkeit, über das Gesehene ins Gespräch zu kommen. Die letzten Jahre, nicht zuletzt die Ereignisse in Chemnitz zeigen, dass eine solche Situation, wie 1992 in Rostock, jederzeit wieder kommen kann.

Weiterer Filmabend 2018: 6. Dezember
Der Filmabend am 1. November entfällt.

Diskussionsveranstaltung mit Heiner Flasbeck und Peter Steinhardt zu ihrem im Juni erschienenen Buch "Gescheiterte Globalisierung"

Im Juni erschien das Buch „Gescheiterte Globalisierung - Ungleichheit, Geld und die Renaissance des Staates“ von Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt. Flassbeck war Finanzstaatssekretär unter Oskar Lafontaine und später Chefökonom bei einer UNO-Organisation, Steinhardt arbeitete in Führungspositionen für deutsche Banken im In- und Ausland.
Die Autoren setzen sich mit marktradikalen Ideologien und einer ökonomische Weltordnung auseinander, die nur zum längerfristigen Nachteil gesellschaftlicher Interessen funktionieren kann. Sie entwerfen ein Konzept sowohl für die globale Kooperation der Nationen als auch eine angemessene nationale Politik auf der Basis einer modernen Wirtschaftstheorie.

Datum: 12.09.18, 18.30 Uhr,
Ort: TU Dresden, Gerberbau, Bergstraße 53, Raum GER/38/H

Mahnwache für eine atomwaffenfreie und friedliche Welt

06.-09. August 2018 an der Kreuzkirche, Kreuzstraße

Die AG Frieden Dresden veranstaltet vom 6. - 9. August 2018 ihre jährliche Mahnwache für den Abbau von Atomwaffen weltweit. Das Zelt steht an der Kreuzkirche/Kreuzstraße. Dieser Termin wurde bewusst gewählt, um an die Schicksale der japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zu erinnern, die am 6. bzw. am 9. August 1945 Opfer von Atombomben wurden.

Vortrag und Diskussion: Entwicklung durch Vertreibung? - Wie Weltbank & Co. durch ihre Projekte die Fluchtbewegungen anheizen

Die Gemeinschaft für Menschenrechte im Freistaat Sachsen e.V. und Attac Dresden laden ein:

Ort: Saal „Zeitgeist“ im Haus der Begegnung
Großenhainer Str. 93
01127 Dresden

Zeit: 23.05.2018, 19.00 - 21.00 Uhr

Referent: Knud Vöcking, urgewald, Arbeitsschwerpunkt: Kampagnen zu multilateralen Finanzinstitutionen, Schwerpunkt Weltbank

Zum Inhalt:
In der letzten Zeit tauchte die Weltbank in den Medien mit ihrem Anspruch auf, die hohe Armut bis 2030 besiegen und Teilhabe am Reichtum für alle erzielen zu wollen. Auch Warnungen vor den Folgen des Klimawandels verschafften der Weltbank positive Schlagzeilen.
Wer die Weltbank ist, wie sie funktioniert und was wir ganz persönlich mit der Weltbank zu tun haben, wissen die wenigsten. Schafft die Weltbank wirklich die Armut ab? Wie hält sie es mit den Menschenrechten? Wer hat dort das Sagen?
Knud Vöcking, Weltbank-Referent bei urgewald, gibt dazu eine Einführung und stellt sich den Fragen und der Diskussion.
urgewald ist eine Umwelt- und Menschenrechtsorganisation, die sich mit Internationalen Finanzinstitutionen auseinandersetzt.

Filmabende im Volkshaus, Schützenplatz 14, Rückseite des Gebäudes, letzter Eingang

Mittwoch, 13. Juni: National Birds, USA, 2016
In dieser Dokumentation von Sonia Kennebeck brechen drei mutige Whistleblower (Kriegsveteranen der US-Air-Force) ihr Schweigen und sprechen offen über ihre Rolle im Drohnenkrieg der USA.

Dienstag, 8. Mai: Komm und sieh, SU, 1985
Belorussland 1943. Der 14jährige Florian schließt sich gegen den Willen seiner Mutter den Partisanen an. Für ihn ist der Krieg bis dahin noch ein Spiel. Doch die traumatischen Erlebnisse lassen den Jungen innerhalb kürzester Zeit altern.

Mittwoch, 11. April: Der Marsch, GB, 1990
Ein englisches Fernsehspiel, das vor 25 Jahren eine unbestimmte Zukunft beschrieb, wie wir sie heute erleben: über Geflüchtete und den Auswanderungsdruck aus Entwicklungsländern.

Donnerstag, 08.03.18 We want sex
Im englischen Ford-Werk Dagenham beschließen die Frauen, für humanere Arbeitsbedingungen und gleiche Löhne zu kämpfen. Daniel Jacobs erzählt den ersten weiblichen Streik der britischen Geschichte.

Donnerstag, 01.02.18 Blood in the mobile
Wie hängen Ressourcenankauf für Handys und der Krieg im Kongo zusammen? Regisseur Piasecki Poulsen klärt auf.
Anschließend Gespräch mit B. Schurath, INKOTA – Netzwerk e.V.

Donnerstag, 11. 01.18 Let’s Make Money
Dokumentarfilmer Erwin Wagenhofer zeigt uns mehrere Ebenen des Finanzsystems und warum es zu einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist.

Beginn jeweils 18.00 Uhr; Eintritt frei

Der DGB Stadtverband Dresden und Attac Dresden laden zu einer kritischen Filmreihe ein. Es sollen Filme sein, über die es sich zu reden lohnt. Nicht zwangsläufig die neuesten, aber jeder stellt hochaktuelle Fragen:
Let’s Make Money: Warum wird ein globales Finanzsystem, dessen Glaubwürdigkeit spätestens seit der Insolvenz mehrerer Großbanken 2008 und der anschließenden Finanzkrise stark beschädigt ist, nicht stärker reguliert?
Blood in the mobile: Warum weigern sich Unternehmen für die Einhaltung von menschenrechtlichen Standards entlang ihrer Lieferketten zu sorgen?
We want sex: Warum werden Frauen weltweit immer noch schlechter bezahlt als Männer?

Wir wollen Informationen zur Verfügung stellen, Diskussionen anstoßen und aktiv Veränderungen vorantreiben nach dem Attac-Motto: Eine andere Welt ist möglich!

 

Bericht der Attac-Regionalgruppe Dresden für 2017

  • Vorbereitung und Durchführung des Regionaltages Ost in Dresden am 04.03.17 mit etwa 60 TeilnehmerInnen
  • Beteiligung am Bündnis Dresden nazifrei und dabei besonders bei der Vorbereitung und Durchführung des Mahngang „Täterspuren“, der dabei erstmals in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Dresden erarbeitet wurde
  • Vortrag des Unpartei e.V. im Rahmen des März-Plenums und Vortrag des e. V. zur Direktdemokratie im Rahmen des April-Stammtisches
  • Unterstützung des Gesprächskreises soziale Gerechtigkeit durch eigene Vorträge und durch Übernahme von Honorarkosten für Referenten
  • Präsentation von Attac Dresden mit einem Infostand im Rahmen des Maifestes der Linken am 01.05.17 im Alaunpark
  • Infostand aus Anlass der Aufführung des Films „National Bird“ im Kino in der Fabrik im Mai
  • Durchführung von Veranstaltungen und Aktionen aus Anlass des G-20-Gipfels:
  1. Infostand in der Prager Straße am 28.04.17
  2. Vortrag am 05.05.17 zum Thema „EU-Freihandelspolitik und der Widerstand in Afrika am Beispiel der Wirtschaftspartnerschaftsabkommen EPA“ mit dem Referenten Boniface Mabanza, Koordinator in der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika
  3. Infostand am 29.05.17 auf der Hauptstraße
  4. Workshop „Recht auf Wohnen in Dresden“ am 31.05.17
  5. Informations- und Diskussionsveranstaltung zu „Deutschland als Waffenexporteur und Drohnenkäufer“ am 23.06. mit Mike Nagler, Attac Leipzig
  6. Teilnahme einer Dresdner Gruppe an der Großdemonstration in Hamburg am 08.07.17
  • Erarbeitung eines Flyers zum Netzwerkdurchführungsgesetz in Zusammenarbeit mit der Friedensmahnwache Dresden; der Rahmen der Verteilung des Flyers aus Anlass einer Veranstaltung mit Bundesjustizminister Heiko Maas am 17.07.17 und der Proteste dagegen von Seiten Pegidas, der Friedensmahnwache und von Einzelpersonen wurde danach kontrovers diskutiert; eine Gegenkundgebung von Nope richtete sich nur gegen Pegida
  • Mahnwache an der Kreuzkirche aus Anlass der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vom 06.08. bis 09.08.17
  • Treffen mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Susann Rüthrich am 09.08.17
  • Durchführung einer internen Klausur am 11. und 12.08.17 zur Verbesserung der Arbeit unserer Regionalgruppe
  • seit Herbst sind wir Mitglied im Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen (ENS)
  • offenes Treffen der AG Visionen am 28.09.2017 im Rahmen der 27. Interkulturellen Tage in Dresden zum Thema: Wie schaffen wir eine menschengerechte Welt für alle?
  • Filmabend im Kunsthof Gohlis am 30.09.17 mit dem Film „Wer rettet wen“
  • offenes Treffen der AG Visionen am 26.10.17 im Rahmen des 9. Umundu-Festivals für nachhaltige Entwicklung in Dresden 2017 zum Thema: "Denkwerkstatt zur Nachhaltigkeit"
  • Teilnahme von mehreren Dresdner Attacies an der Bildungsaktion unter dem Motto „Klima schützen – Kohle stoppen!“ gemeinsam mit anderen Dresdner Initiativen an der Frauenkirche am 04.11.17 sowie an der Aktion „Rote Linie gegen Kohleabbau“ am 12.11.17 in Pödelwitz, beides im Rahmen von Aktivitäten aus Anlass der Weltklimakonferenz in Bonn
  • Durchführung des 1. Filmabends in Kooperation mit dem DGB Dresden und der IG Metall-Jugend Dresden im Volkshaus mit dem Film „Bread and Roses“ am 07.12.17 (Fortsetzung im Januar 2018)

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